Ein Wochenende zum Vergessen in Montmeló

Pol Espargaró kommt als 17. ins Ziel, während Stefan Bradl, der Marc Márquez ersetzt, das Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya nicht beenden kann.

Nach der Nachricht von Marc Márquez' vierter Operation kam das Repsol Honda Team aufgeregt auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya an und war bereit, an einem neuen Wochenende voller Emotionen alles zu geben. Die Strecke empfing die Piloten der MotoGP-Meisterschaft unter einer drückenden Sonne, die sie den ganzen Tag über begleitete. So wurden die 4,2 Kilometer der Rennstrecke von Barcelona zu einer physischen Herausforderung für alle Fahrer in der Startaufstellung.

 

Pol Espargaró begeisterte das Publikum mit einem beeindruckenden Start und fuhr im ersten Freien Training unter die ersten fünf. Der Lokalmatador, der nur wenige Kilometer von der Rennstrecke entfernt geboren und aufgewachsen ist, konnte schnell das Tempo der Spitzenfahrer mitgehen. Das Nachmittagstraining gestaltete sich für die Nummer 44 etwas schwieriger. Obwohl er seine beste Runde um eine halbe Sekunde verbessern konnte, gelang es ihm nicht, seine Position in den Top Ten zu verteidigen.

 

Auf der anderen Seite der Garage des Repsol-Honda-Teams war es ein Tag der Anpassung für Stefan Bradl bei seiner Rückkehr in die Meisterschaft, wo er Marc Márquez ersetzte. Ein kleiner Sturz in Kurve 5 während des 2. Freien Trainings veränderte seine Pace ein wenig, aber glücklicherweise überstand der Deutsche den Sturz unbeschadet. Letztendlich beendete er den Tag auf Platz 23 der Gesamtwertung.

 

Die Sonne war auch am Samstag in Montmeló wieder der Hauptdarsteller. Die erste Session am Samstag verlief gut für Pol, der den Vormittag in den Top Ten beendete und damit einen Platz im Q2 erreichte. Espargaró, der in der Mitte des 3. Freien Trainings in Kurve 5 einen Unfall hatte, war sofort wieder auf den Beinen. Seine beste Rundenzeit von 1:39,246 Minuten kam nach dem Unfall und bewies einmal mehr, dass er nie aufgibt. Die Bedingungen, die er in Q2 vorfand, halfen dem Granollers-Piloten nicht, seine Gesamtzeit zu verbessern, denn er verpasste die Marke um nur 0,2 Sekunden. Am Ende blieb ihm der zehnte Startplatz für den Sonntag.

 

Bradl setzte seine Anpassung im Laufe des Tages fort. Er konnte seine Rundenzeiten in jeder Sitzung kontinuierlich verbessern und fuhr in Q1 die 11. schnellste Zeit. Damit stand der Deutsche auf Platz 21 für das 24-Runden-Rennen am Sonntag.

 

Auch am Sonntag setzten Sonne und Hitze dem Asphalt des Circuit de Barcelona-Catalunya weiter zu. Pol Espargaró kämpfte zu Beginn des Rennens darum, in der Spitzengruppe zu bleiben und belegte immerhin den vierten Platz. Doch nach den ersten Runden entwickelte sich Espargarós Rennen zu einem Albtraum und er verlor immer mehr Positionen. Der Fahrer mit der Startnummer 44 überquerte die Ziellinie als 17. und erklärte, dass er während des gesamten Rennens unter einem spürbaren Mangel an Grip litt. Sowohl Michelin als auch Honda werden das Problem für künftige Rennen untersuchen.

 

Für Stefan Bradl war die Karriere trotz eines guten Starts früh beendet. Der Deutsche stürzte in der ersten Runde in Kurve 10. Glücklicherweise wurde er nicht ernsthaft verletzt.

 

Beide Fahrer werden am Montag die Gelegenheit haben, weiter an der Entwicklung der Honda RC213V zu arbeiten, um ihre Zeiten für den nächsten GP zu verbessern, der am Sonntag, den 19. Juni auf dem Sachsenringc stattfindet.